Obwohl ich aktuell noch in China bin, fange ich jetzt schon an euch darüber zu berichten. Vor dem Abendessen relaxen wir meist etwas und machen uns frisch, da bleibt Zeit für Bilder und Videos auf den Mac ziehen und auch zu schreiben. Ich finde nämlich, dass wenn man das passierte nicht sofort niederschreibt, sondern erst ein paar Tage später, einem einige Eindrücke und Momente einfach wieder flöten gehen.

Wieso eigentlich China
Einige werden sich bestimmt gefragt haben, warum es ausgerechnet (und auch zu dieser Zeit) nach China ging. Irgendwo hatte ich schon mal angedeutet, dass mein kleinster Bruder hier gerade für 1 Jahr zum Studieren in Peking ist. Er studiert BWL und macht hier seinen internationalen VWL Bachelor (Titel unmerkbar). Irgendwie sind wir mehr im Spaß darauf gekommen, dass wir da mal rüber fliegen und uns das anschauen. Ich mein, wann fliegt man schon mal nach China? Aus Spaß wurde Ernst und übrig geblieben sind meine Mutter und ich, die auch wirklich nach China wollten und konnten. Ab ging´s!

Wir hatten einige Sachen dabei, die wir für meinen Bruder mit nehmen sollten und sind jeder mit 1 Koffer (bis 23kg), einem Handgepäckkoffer und einem Rucksack geflogen. Mein Handgepäckkoffer war befüllt mit im großen Koffer. Wir hatten versucht uns sehr stark zu beschränken, da wir in China ja doch ein bisschen shoppen wollten. Meinem Bruder hatten wir ein paar Klamotten, Medikamente und Beautykram wie Deos (gibt es hier wirklich kaum..) und Gesichtscreme (gibts hier nur mit Aufhellungseffekt) mitgebracht. Und schaut euch mal mein herzallerliebstes „Kofferband“ an :-)

Der Flug
Hinflugzeit von Frankfurt nach Peking war 9h 30mins. Der Flug kam mir echt kurz vor, richtig cool! Wir hatten unseren Flug schon eine ganze Weile im voraus gebucht und es standen bei uns zwei Airlines zur Wahl. China Air und irgendwas Holländisches (KLM). Also gegoogelt, Bewertungen gelesen und auch nicht schlauer gewesen. Da gibt es Bewertungen in der sich Leute darüber aufregen, dass das Flugzeug voller Chinesen war – ööh?? Wo fliegen sie hin? Peking?? Achtung.. da gibts noch viel mehr davon!

Na am Ende haben wir uns für China Air entschieden und ich war positiv überrascht. Wir hatten im Flugzeug mehr Platz als bei unserem airberlin Flug in die Karibik. Das Essen war okay. Luft war richtig gut. Sauberkeit an sich auch gut. Bei mir war irgendwie das Tablet noch komplett mit Orangensaft überzogen, aber das wurde auch gleich sauber gemacht. Und zwei Dinge die mir sehr positiv aufgefallen sind: Getränke – es wurde häufig rumgelaufen. Gab aber auch wieder nur diese kleinen Plastikbecher oder Dosen. Aber – und das ist der zweite positive Punkt – man konnte hier wirklich einfach auch mal aufstehen und eine Weile stehen bleiben, ohne das man gleich wieder verscheucht wurde. Im hinteren Teil (da waren wir) war in einer Ecke auch ein Getränkeeck, wo Wasser, Tee und Saft standen und man sich jederzeit was nachholen konnte.

Ah dritter positiver Punkt: Irgendwie war es sehr angenehm ruhig im Flugzeug. Mein Karibikrückflug war so gruselig.. (alle mit Grippe, gekotzt und schreiende Kinder ohne Ende) dagegen war das echt eine Wohltat! Man hatte ein Boardprogramm vor sich mit Filmen, Serien, Dokumentarzeugs und Spielen. In Englisch, Französisch und Chinesisch. Mhh… ja. Es gab Kopfhörer dazu und ich habe auch versucht einen Film zu schauen, aber der Ton war grottigst. Also die Aktiongeräusche im Film waren super laut, der gesprochene Ton viel zu leise. Also wurde ich entweder taub oder hab nix verstanden. Also gelassen .. aber auch kein Drama, hatte genug Sachen dabei.

Die ersten Sprachprobleme können einen hier übrigens schnell einholen. Die Flugbegleiter/innen konnten so lala Englisch. Wir hatten eine 3er Reihe und eine Studentin bei uns mit dabei, die aus China war und seit 2 Jahren in Deutschland studiert. Zusammen mit ihr haben wir also immer übersetzt, was genau das ist, was es gleich zu essen gibt. Sehr lustig.. aber ich hatte schon eine böse Vorahnung auf das was noch kommen würde: Hier versteht wirklich kaum jemand Englisch!

In Peking angekommen haben wir ab dem Flugzeug bis wir „draußen“ waren ca. 1,5h gebraucht. Kontrolle hier, Kontrolle da, lange Wege (mit Zügen allerdings), das zieht sich etwas. Mein Bruder wollte uns dann eigentlich abholen, aber irgendwie war er am Hauptflughafen und wir sind aber am Domestic gelandet, also haben wir das Warten in einem kleinen Cafe tot geschlagen. Mit Kaffee, Sprite und Waffeln. Die zu bestellen war gar nicht so einfach .. nachdem ich in Englisch angefangen hatte, ist der Typ erstmal weggerannt *lach* Mit seiner Kollegin und deuten haben wir es dann aber geschafft. Man musste auf die Sachen nicht warten, sondern bekam so ein kleines Nummernbärchen und die Sachen wurden einem gebracht. Mit meinem Bruder zusammen sind wir dann via U-Bahn zum Novotel Beijing Xin Qiao gefahren – 30mins. ging ganz fix.

Unser eigentlicher Plan war eigentlich: kurz einrichten und raus was erleben. Kurz einrichten haben wir geschafft und dann wurde erstmal 3h geschlafen. 7h Zeitverschiebung (wir + fiese Grippe ich) + Thailand (mein Bruder) machten sich bemerkbar. Danach waren wir zwar etwas fitter, aber noch weit entfernt von unternehmungslustig. Da in unserem Hotel 2 externe Restaurants mit dabei sind, haben wir also erstmal einen Abstecher in eines davon gemacht, welches bekannt für seine Peking Ente ist.

Der erste Tag
Man bekommt hier eine ganze Ente (die sowas von vor Fett trieft!) an den Tisch gefahren und dann wird sie vor einem zerlegt und man bekommt einen Teller mit kleinen Stückchen drauf an den Tisch. Zusätzlich hat man so eine Bambus (?) Schale mit hauchdünnen Pfannkuchen drin. Darauf legt man jetzt Gurke, Frühlingszwiebeln und eben das Entenfleisch und gibt eine besondere Soße dadrüber – einrollen – essen! Ich fands okay, aber ich bin einfach kein besonders guter Fleischesser. Extrem fettig ist es und daran muss man sich hier generell ein bisschen gewöhnen. Wenn dann absehbar ist, dass man nicht mehr von der Ente ist, wird man gefragt, ob man den Rest als Suppe oder Fritiert möchte. Wir hatten die fritierte Variante gewählt. Hier wird einfach alles fritiert .. ihr werdet es noch merken :-)

Mineralwasser gibt es übrigens sogut wie nie, stilles Wasser mit viel Glück, Softdrinks ab und an – aber immer nur in Dosen. Hier wird viel dickflüssiger Saft (Mango, Wassermelone, Orange) oder Wasser mit irgendwas drin (Pappsüß, oft undefinierbar, aber immer ohne Kohlensäure) zum Essen getrunken. Oder eben Tee. Daran muss man sich echt gewöhnen – ich brauch so einen „Neutralisierer“ beim Essen.

Danach sind wir einfach nur tot ins Bett gefallen, denn am nächsten Tag sollte es losgehen mit Entdeckungstour! Die ganze Stadt, das Hotel, einfach alles war bereits geschmückt, da am nächsten Tag Chinese New Year war – also Silvester! Ab da gibt es auch bessere Bilder, aber am ersten Tag waren wir einfach alle platt :)

3 Responses

  1. Ela

    Ich verfolge eure Reise ja auch gespannt auf Instagram. Und find das auch recht mutig da hin zufliegen. Ist ja doch alles sehr weit und sehr anders. Aber die Chance jemand vor Ort zu kennen muss man einfach nutzen.
    Liebe Grüße Ela

    Antworten
  2. Dani

    Tolle Eindrücke und interessant zu lesen. Bin schon auf weitere Berichte gespannt.

    Antworten
  3. DasFuchsMaedchen

    Oh mein Gott, ich bin so neidisch! ;)
    China steht auf meiner Reiseliste ganz weit oben – was mich davon abhält ist 1) Das ich fliegen hasse und knapp 10 Stunden schon nicht wenig sind und ich 2) kein bisschen chinesisch kann.
    Ich freue mich auf weitere Berichte und jede Menge Bilder. Her damit!
    LG
    Nessa von DasFuchsMädchen

    Antworten

Kommentar verfassen